Feinstaub, unsichtbare Bedrohung

Die Gefahr liegt im Unsichtbaren: Feinstaub bedroht den Menschen. Vor allem ultrafeine Staubpartikel sind eine Bedrohung für die Gesundheit. Diese Erkenntnis setzt sich zunehmend in Wissenschaft und Praxis durch und findet in Industrie und an Arbeitsplätzen endlich Gehör.

Morgens den aktuellen Feinstaubwert und die Tagesprognose schnell in der Handy-App verfolgen und abwägen, ob es zu riskant ist, das Haus zu verlassen. So sieht der Alltag in Megastädten in China oder Indien bereits aus. Doch was hat der Alltag dort mit Ihnen zu tun? Eine ganze Menge. Denn ultrafeine Partikel und damit Feinstaub entstehen im Verkehr, beim Drucken und Kopieren, bei der Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen, praktisch überall. Die meisten dieser feinen Partikel sind ultrafein und somit besonders gefährlich, weil unsere körpereigenen Abwehrmechanismen und Lungen diese Stoffe nicht mehr filtern können.

Ohne ein effektives Luft-Aufbereitungskonzept ist die Gesundheitsgefährdung auch in deutschen Städten hoch. Während Feinstaub an der frischen Luft maßgeblich zum Beispiel durch den Auto- und Lkw-Verkehr entsteht – das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz lastet diesem rund 7000 Tote in Deutschland pro Jahr an – und sich auch an der freien Luft gefährliche Konzentrationen entwickeln können, befinden wir uns oft in geschlossenen Räumen, in denen Luft nicht einfach entweichen kann.

Das Ergebnis: 3,3 Millionen Tote pro Jahr, weltweit. 

Mikroskopisch kleine Giftbomben in der Luft dringen in unseren Körper ein und verpesten uns von innen.

Die Folgen nennen wir Zivilisationskrankheiten; Asthma, Herzinfarkt, Diabetes, und natürlich Krebs. 

Feinstaub kostet Menschenleben!
Aber das sollte uns doch nicht den Tag verderben, oder?

80% aller Großstädte der Welt überschreiten den vorgeschriebenen Feinstaubgrenzwert. Selbst in der EU kostet der Schmutz in unserer Luft mehr Menschenleben als Unfälle im Straßenverkehr.

Aber eigentlich sind wir das Problem. Sind wir direkt betroffen, ist das furchtbar. 3 Millionen Opfer weltweit sind jedoch nur eine Statistik. So bleibt das Thema eine Schlagzeile in der Facebook-Zeitleiste oder ein Bericht in den Abendnachrichten. Etwas unternehmen? Irgendwann mal.
Den eigenen Lebensstil einschränken? Lieber nicht!
Feinstaub, das sind die anderen.

Die Opfer der Luftverschmutzung bleiben wie der feine Staub selbst: unsichtbar für uns.

Stattdessen fahren wir weiter mit dem Geländewagen zur Silvesterparty.
Atemlos durch die Nacht.