Experten fordern Standards für Luftqualität

Die Corona Pandemie hat das Bewusstsein der Menschen weltweit verändert und damit auch die Erwartung, was Regierungen tun können, um unsere Gesundheit zu schützen. Dies betrifft besonders die Qualität der Luft, die wir atmen. Corona hat gezeigt: Politik und Arbeitgeber müssen auch die Rahmenbedingungen für eine bessere Luftqualität in Innenräumen schaffen.

Wie die New York Times berichtet, hat eine Gruppe von 39 Wissenschaftlern im Magazin "Science" ein Manifest veröffentlicht. Sie fordern einen "Paradigmenwechsel", was die Art und Weise angeht, wie Bürger und Regierungsvertreter über die Qualität der Luft nachdenken, welche wir in Innenräumen atmen. Gerade angesichts der anstehenden Öffnungen von Kinos, Restaurant und Theatern, aber auch angesichts der Rückkehr von Millionen Arbeitnehmern in ihre Büros, sei es an der Zeit, über strengere Standards für die Luftqualität zu sprechen. 

Dass sich das Coronavirus über Aerosole in der Luft von Innenräumen verbreitet und sich dort auch lange halten kann, ist mittlerweile allgemein bekannt. Abstandhalten und Lüften kommt hinsichtlich der Wirksamkeit für eine virenfreie Raumluft an seine Grenzen. Dies lege die Verantwortung auf politische Entscheidungsträger und Gebäudetechniker, für saubere Luft in öffentlichen Gebäuden zu sorgen, so die Forscher. Zitat aus der New York Times: "Wir erwarten sauberes Wasser aus den Wasserhähnen", sagte Lidia Morawska, Aerosolphysikerin an der Queensland University of Technology in Australien, "wir erwarten saubere, sichere Lebensmittel, wenn wir sie im Supermarkt kaufen - in gleicher Weise sollten wir saubere Luft in unseren Gebäuden und allen gemeinsam genutzten Räumen erwarten."

Um die Empfehlungen der Wissenschaftler umzusetzen, können einfache Maßnahmen ausreichen. Lüftungssysteme in den Gebäuden müssten mit Luftfiltern ausgestattet werden und Luftreiniger müssten eingesetzt werden. 

Hier geht es zum Artikel:
https://www.nytimes.com/2021/05/13/health/aerosols-covid-workplace.html